Nachtleben

Das schöne, stellenweise atemberaubend beleuchtete Budapest hat auch einiges an Nachtprogrammen zu bieten. Das Casino Las Vegas (V. Roosevelt tér 2 Tel. 317-6022) ist rund um die Uhr, das Casino Tropicana (V. Vigadó u. 2 Tel. 266-3062) ist von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr morgens geöffnet. Im Moulin Rouge (VI. Nagymező u. 17 Tel. 373-0577)...

Das schöne, stellenweise atemberaubend beleuchtete Budapest hat auch einiges an Nachtprogrammen zu bieten.

Das Casino Las Vegas (V. Roosevelt tér 2 Tel. 317-6022) ist rund um die Uhr, das Casino Tropicana (V. Vigadó u. 2 Tel. 266-3062) ist von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr morgens geöffnet.

Im Moulin Rouge (VI. Nagymező u. 17 Tel. 373-0577) ist ein Revue, Theater, ein Kabarett, Restaurant bzw. Café und schließt erst um 4 Uhr in der Früh.

Old Man´s Pub (VII. Akácfa u.13. Tel. 322-7645) steht den Gästen ebenfalls bis zu dieser Uhrzeit zur Verfügung.

Auf dem nahe des Oktogon gelegenen Liszt  Ferenc Platz sowie in der Ráday Straße , welche vom Kálvin Platz aus ihren Verlauf nimmt, findet man zahlreiche Bars, Restaurants und gemütliche Cafés, die sich vor allem bei der jüngeren Generationen größter Beliebtheit erfreuen. Sie schließen gewöhnlich zwischen 1 und 2 Uhr nachts.

 

Going Out

Das nächtliche Budapest erfüllt einen mit einem erlösten Gefühl, und hat auch was Versprechendes. Es mag wohl damit verbunden sein, dass die Zahl der richtig guten und ’coolen’ Orte von Tag zu Tag wächst. Allmählich scheint das legendäre Budapest der Kaffeehäuser aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts zurückzukehren. Die Zahl der seriösen, zahlungskräftigen Touristen, und der auswärtigen Besucher, die sich für längere Zeit hier niederlassen und ernsthaftes Interesse für die Stadt aufbringen, nimmt von Jahr zu Jahr zu. Auch die neureiche Elite legt immer größeren Wert auf niveauvoll gestaltete Abendprogramme, und ist gerne bereit dafür auch mehr auszugeben.
Doch das nächtliche Budapest gehört in erster Linie zweifellos den jungen Menschen, die von einem neuen Ort zum anderen ziehen. Dieses Hin -und Herwandern macht sich besonders in der Zeit zwischen Frühling und Herbst bemerkbar, als der Openair - Betrieb in den Gaststätten mit voller Kraft in Gang gesetzt wird. Nach dem Jahr 2000 begann die rasche Modernisierung der Stadtviertel entlang des großen Rings. Dieser Prozess hatte zur Folge, dass plötzlich immer mehr und mehr (vorübergehend) verlassene Häuser dastanden. In den Innenhöfen dieser leeren Häuser wurden die sog. ’Ruinenkneipen’ eingerichtet, und wurden zu bestimmenden Faktoren des Budapester Nachtlebens. Die Openair-Kneipen erhalten eine Wirkungserlaubnis für 1 bis 3 Jahren, und bieten vorwiegend Bier, Sandwichs und gute Musik mit einfachen Stühlen und Bänken an. Die Nachricht über die gerade topaktuellen, aufgegriffenen Kneipen verbreitet sich wie ein Lauffeuer übers Internet, und durch die verschiedenen meinungsbildenden Medien. Wer nicht mindestens eine dieser Kneipen aufsucht, der wird nie das wahre Gesicht von Budapest aus den Anfangsjahren des 21. Jahrhunderts kennen lernen. Heute kommt man mit Englischkenntnissen in den meisten Lokalen und Kneipen von Budapest gut voran.

 


GOING OUT: WENN SIE 20 SIND
Ruinenkneipen im 7. Bezirk. Beispielsweise der Biergarten  Szimplakert: (VII. Kazinczy utca 14.) Der Szimplakert wird mit einem Kino auch im Winter betrieben. In unmittelbarer Umgebung des ’Szimplakerts’ stößt man auf ein wahres Biergarten  - und Kneipenuniversum: Szimplakert, Szimpla, Dupla, Kis Szimplakert… Weitere Details mit Bildern: www.szimpla.hu

 

Konzert im ’Fonó’. Das ’Fonó’ Musikhaus in Buda wurde im Jahre 1995 als Zentrum verschiedener Musikgattungen - vorwiegend Folk, Worldmusic und Jazz- in einem Teil eines ehemaligen Industriegebäudes eröffnet. Der Ort verfügt über ein erstklassiges Plattengeschäft, hat gute  Getränke im Angebot, und bietet eine außergewöhnliche Kulturszenerie. Es liegt in Süd- Buda, etwas von der Stadtmitte entfernt. (XI. Sztregova utca 3. www.fono.hu)

 

Nächtliches Baden im Rudas Heilbad aus der Türkenzeit. Nach jahrelangen Renovierungsarbeiten wurde der Teil mit dem türkischen Bad 2005 neu eröffnet. Freitags und samstags kann das Türkenbad zwischen 22.00 und 04.00 Uhr - im Gegensatz zu anderen Tagen - sowohl von Männern als auch Frauen gleichzeitig besucht werden. Kein Nacktbaden, ausschließlich nur im Badeanzug! (I. Döbrentei tér 9., auf der linken Seite des Budaer Brückenkopfs der Elisabethbrücke).

 


GOING OUT: WENN SIE 30 SIND
Die Ervin Szabó Bibliothek zwischen 18 und 20 Uhr.  An der Jahrtausendwende wurde das Zentralgebäude der öffentlichen Stadtbibliothek mit einem modernen Flügel erweitert, und das neobarocke Freiherrenschloss –seit 1927 im Besitz der Stadt – mit großer Sorgfalt renoviert. Das Café der Bücherei befindet sich heute dort, wo einst der Stall gestanden hat. Es ist ein eigenartiges Gefühl den Raum unter den letzten Gästen zu verlassen. Man findet hier alle bedeutenden Zeitungen und Zeitschriften der Welt, hunderte von Computern, sieht viele kluge Gesichter und trifft eine Menge von schönen, jungen Frauen!
Dieses Vergnügungsviertel liegt nur wenige Minuten zu Fuß von der Bücherei entfernt. Entlang der Ráday Strasse (der Hauptstrasse der inneren Franzstadt), die 1995 groß in Mode kam, findet man heute ein Dutzend von Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften. Die Atmosphäre der Ráday Strasse ist hier etwas lockerer, gelöster, als im eleganteren Café -Viertel am Ferenc Liszt Platz. (zwischen dem Kálvin und dem Bakáts Platz im 7. Bezirk.)


Das Schiff A38 Unweit der Ráday Strasse, jedoch auf der Budaer Seite, südlich der Petőfi Brücke, kam es 2002 zur Eröffnung dieses außergewöhnlichen Restaurants und zugleich Konzertsaals. Die Benennung A38 stammt von einem ukrainischen Steintransporterschiff,  Typ ’Artemovsk’ auf dessen 38. Schiffsrumpfsteil dieses Schiff gebaut wurde. Niveauvolle Worldmusik –und Rockkonzerte, elegantes Restaurant, angenehme Dachterrasse im Sommer, große Tanzpartys.  (etwas südlich von dem Budaer Brückenkopf der Petőfi Brücke. www.a38.hu)

 

 

GOING OUT: WENN SIE 40 SIND
Vernissage im KogArt Haus, danach ein Drink im eleganten Restaurant des Hauses. Das Ausstellungshaus des Milliardärs und Kunstgönners Gabor Kovács wurde 2004 eröffnet. Man ist bemüht, die Vernissagen den Vorstellungen der etwas konservativen Geschäftselite anzupassen. Mit einem feinen, eleganten Restaurant im Erdgeschoss, umgeben von alten Gemälden.  (VI. Andrássy út 112. www.kogart.hu)

 

Mensa Retro - Restaurant. Die Benennung ’Mensa’ deutet auf ’Mittagstisch’, Speisehaus für Schüler und Studenten mit verbilligtem Mittagessen, und steht im Gegensatz dazu, was dieser Ort einem verspricht. Das Restaurant ist ein wahres Design- Meisterwerk, und versetzt einen in die 70er: Budapest im Jahre 1975 mit der damals ersehnten großen Freiheit und dem beneideten Lebensstil der Londoner… (VI. Liszt Ferenc tér 2. www.menza.co.hu.)

 

Columbus Jazz- Schiff auf der Donau. Es ist leichter aufzuspüren, als viele Klubs, deren Adressen ständig wechseln. Es bietet einen großartigen Ausblick, Auftritte mit den bekanntesten Jazzmusikern und bezahlbare Gerichte. Idealer Abschluss eines ereignisreichen Tages. Nicht nur für Erstbesucher der Stadt zu empfehlen. (V. Vigadó Platz 4., Hafen 4. www.majazz.hu)


Budapest Jazz Club (www.bjc.hu)
Budapest VIII. Múzeum u. 7.

Wenn Sie Lust auf leichte und dennoch niveauvolle Musikerlebnisse haben, wenn Sie ein eingefleischter Jazzfan sind oder sich gerade mit diesem Musikstil anfreunden, kommen Sie in das Zentrum des Jazzlebens der ungarischen Hauptstadt, in den Budapest Jazz Club. Neben dem repräsentativen, palastartigen Inneren und der hervorragenden Klangqualität erwartet Sie auch ein Jazzcafé mit gemütlicher Atmosphäre. 

 

 

GOING OUT: WENN SIE 50 SIND

Konzert im Prunksaal der Musikakademie Einer der schönsten Musikpaläste Europas. Das Gebäude wurde im Jugendstil erbaut. Der Musiksaal verfügt über hervorragende Akustik. Die Abendkonzerte beginnen herkömmlich um halb acht, – ungeachtet dessen, wer an jenem Abend auftritt und was vorgetragen wird – man sollte dem Konzert unbedingt beiwohnen. Die von Franz Liszt gegründete Musikakademie ist in erster Linie eine Lehranstalt, und fungiert nur in zweiter Linie als Konzertsaal.  (VI. Liszt Ferenc tér 2. www.lfze.hu).
 
Abendessen im Garten des Fészek Klubs Der 1903 erbaute Künstlerklub liegt in einer dreiminütigen Entfernung von dem Konzertsaal. Der Klubgarten erinnert an den Innenhof eines Renaissance Privatschlosses. Eine besondere Budapester Szenerie mit vielen älteren Künstlern und angesehenen Bürgern.  (VII. Kertész utca 36.)


Café New York. Das allerschönste der einst glänzenden Budapester Kaffeehäuser wurde im Jahr 2006 prunkvoll hergestellt. In diesem berühmten Café wurde die moderne ungarische Literatur und Presse geboren. Als im Jahr 1894 das Café eröffnet wurde, soll der Besitzer angeblich alle Schlüssel in die Donau geworfen haben, um damit - etwas theatralisch - zu betonen, dass dieses Café seinem Publikum Tag und Nacht offen steht. (VII. Erzsébet körút 9-11.)

 


GOING OUT: WENN SIE 60, ODER MEHR SIND

Das Budapester Operettentheater. Nach Paris und Wien war Budapest das dritte Mekka der Operettengattung. Diese Tradition ist heute noch lebendig. Im Theater-Viertel von Budapest, auch ’Budapester Broadway’ genannt, findet man dieses Haus mit einem ständigen Repertoire aus Operetten und Musicals. (VI. Nagymező utca 17.) www.operettszinhaz.hu

 

Abendessen in der Umgebung von der Andrássy Strasse Nach den Theatervorstellungen warten mehrere Dutzend Restaurants auf die Theaterbesucher. Es lohnt sich einen Blick auch in die Nebenstrassen zu werfen. In den Ó und Mozsár Strassen findet man exzellente Restaurants. Sie sind wie Fixsterne auf der schnell veränderlichen Restaurantpalette von Budapest.


Nächtlicher Kinobesuch im Westend, anschließend ein Spaziergang im Dachgarten. Der im Jahr 2000 erbaute WestEnd Shopping Center wurde zum Symbol der modernen Stadtarchitektur von Budapest. Im Gebäudekomplex mit Geschäften, Büros und einem Hotel (vom berühmten Architekten József Finta entworfen) findet man auf der obersten Etage auch mehrere Kinosäle, in denen Filmvorführungen auch zu späteren Stunden stattfinden. Einige Filme werden mit Untertitel gespielt (darauf sollte man achten!). Nach der Vorstellung lohnt es sich einen Sparziergang oben im Dachgarten in Stadtrichtung zu unternehmen. Ausblick auf den Westbahnhof – entworfen vom Eiffel’s Architektenbüro - und auf den nächtlichen Stadtdschungel. (Zwischen dem Nyugati Platz und dem Lehel Platz mit mehreren Eingängen.)